Theatergruppe des Wallenstein-Festspielvereins Altdorf

So fing alles an ...

1950, nach den ersten Wallenstein-Festpielen der Nachkriegszeit, fanden vier der Hauptdarsteller, dass es doch viel zu schade wäre, die kommende wallensteinfreie Zeit ohne Theaterspielen zu vergeuden. Und so gründeten Gusti Elsinger (Ännchen Schopper), Heinrich Bergmann (Sebisch), Peter Kaldenbach (Wallenstein) und Thomas Meyer (Pedell) den literarischen Zirkel DIE WESPEN.

Gespielt wurde zunächst auf der Bühne der alten Turnhalle des TV 1881 Altdorf. Mit Ludwig-Thoma-Abenden, naturalistischen Dramen wie "Der Strom" von Max Halbe und Klassikern wie Carlo Goldonis "Mirandolina" versuchte man, ein Publikum für sich zu gewinnen. Die 60er und 70er waren dann geprägt vom damals so beliebten Bauerntheater. 1974 brachte man den ersten Krimi auf die Bühne. Die Dialektstücke wurden weniger, der Anspruch stieg.

Mitte der 80er wurde die Turnhalle zur Stadthalle umgebaut. Zur Einweihung 1985 spielten DIE WESPEN Molières "Tartuffe" unter der Leitung von Profi-Regisseur Horst Eisel, den man von den Wallenstein-Festspielen kannte. Damit begann eine neue Ära. Immer wieder wurden Regie-Profis engagiert. Man wagte sich an Gogol, Dürrenmatt, Shakespeare. 1998 fand sich mit der Kino-Bühne im Graffiti eine zweite Spielstätte. Dort inszenierten DIE WESPEN Theater-Abende mit kleinen Stücken und Szenen großer Autoren. Es gab "Das große Welttheater", "Die Wespen spielen Woody Allen im Kino" oder "Immer das Theater mit dem Theater".

2011 kam der nächste Umbruch. Die Stadthalle wurde aus feuerpolizeilichen Gründen geschlossen. Das Graffiti stand kurz vor dem Aus. DIE WESPEN waren ohne Bühne. Mit dem Programm "Heimatlos oder Die Vertreibung aus dem Paradies" nahmen sie Abschied von den alten Spielstätten. Nun waren sie zur Wanderschauspieltruppe geworden: spielten im Autohaus Stahmer, im Kulturzelt der Stadt Altdorf, in der Aula des Sonderpädagogischen Förderzentrums und in der Drehmomenthalle.

2019 kehren DIE WESPEN zurück in die neu renovierte ehemalige Stadthalle, den Kulturtreff am Baudergraben, die wir mit der Uraufführung von Herbert Rosendorfs "Affenparade" einweihen. Wir freuen uns schon auf unsere neue/alte Spielstätte und sind gespannt, ob wir dort nun englich wieder eine Heimatbühne gefunden haben ...